Wärmeschutznachweis

Wärmeschutznachweise sind nach der jeweiligen Landesbauordnung und den Maßgaben des §16 EnEV bei Neubauten und umfangreicheren Modernisierungen anzufertigen.

Der Wärmeschutznachweis besteht im Regelfall aus einem Energieausweis nach §16 EnEV (Energieeinsparverordnung) und einer ausführlichen Dokumentation des Rechenganges. Für den Wärmeschutznachweis müssen zumindest die Bedingungen der aktuellen EnEV erfüllt werden, sowie zusätzlich die Anforderungen an das EEWärmeG (Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz). Der Energieausweis kann selbstverständlich auch für die Vermietung und den Verkauf des Gebäudes genutzt werden.

Folgende Leistung bieten wir für den Wärmschutznachweis an:

  • Wärmeschutzberechnung nach DIN 4108 und nach DIN 18599.
  • Wärmeschutzberechnung nach EnEV und für KfW-Effizienzhäuser.
  • Wohn- und Nichtwohngebäude.
  • Detaillierter Wärmebrückennachweis.
  • Sommerlicher Wärmeschutz nach DIN 4108-2 – vereinfachtes Verfahren.
  • Sommerlicher Wärmeschutz nach DIN 4108-2 – thermische Gebäudesimulation.
  • Lüftungskonzept nach DIN 1946-6.

Wärmeschutznachweis nach EnEV

 

Ein DIN gerechter Wärmeschutznachweis für den Neubau nach EnEV (DIN 4108 oder DIN 18599) gehört zu den erforderlichen Bauvorlagen. Nach Wärmeschutzverordnung ist der Nachweis zum Wärmeschutz zusammen mit dem Bauantrag und den anderen bautechnischen Unterlagen bei der Baugenehmigungsbehörde vor Baubeginn einzureichen. Zusätzlich zum Nachweis nach EnEV ist der Nachweis für das EEWärmeG zu führen und bei der Baugenehmigungsbehörde mit einzureichen. Nach der Fertigstellung des Bauvorhabens wird geprüft, ob das Bauwerk die Vorgaben der EnEV für den Wärmeschutznachweises erfüllt. Wurde beispielsweise ein anderer Dämmstoff wie vorab geplant verwendet, muss die Einhaltung der U-Werte  auch weiterhin gewährleistet werden. Abschließend wird der Gebäudeenergieausweis ausgestellt und dem Bauherrn ausgehändigt. Da das Erstellen des Wärmeschutznachweises als Bestandteil der Genehmigungsplanung anzusehen ist, sollten immer erfahrene Energieberater hinzugezogen werden, welche für die Ausstellung von Wärmeschutznachweisen für Wohngebäude oder Nichtwohngebäude qualifiziert sind. Außerdem gehört zu jedem Wärmeschutznachweis ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 und der Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes nach DIN 4108-2.

Bilanz

Wärmeschutznachweis für KfW-Effizienzhäuser

 

Für KfW-Effizienzhäuser gelten zusätzlich zur aktuellen EnEV erhöhte Anforderungen an einzuhaltende Grenzwerte bei der Wärmeschutzberechnung. Die KfW fördert KfW-Effizienzhäuser in unterschiedlicher Höhe, je nach erreichtem Niveau.

Es wird bei KfW-Effizienzhäusern nach Neubau und nach Bestandsimmobilien unterschieden. Ebenfalls wird bei KfW-Effizienzhäusern nach Wohn- und nach Nichtwohngebäuden differenziert. Es ist hierbei erforderlich, einen gültigen Eintrag in der Energieeffizienz-Expertenliste bei der DENA zu besitzen.

Sowohl für den Neubau als auch für die Sanierung von Bestandsimmobilien nach einem KfW-Effizienzhaus Standard gelten folgende Werte für den Jahres-Primärenergiebedarf und für die Transmissionswärmeverluste:

Effizienzhaus Anforderung

Detaillierter Wärmebrückennachweis

 

Durch den detaillierten Wärmebrückennachweis ist es möglich, dass ein Wärmeschutznachweis nach EnEV zu einem KfW-Effizienzhaus wird. Hierzu sind aufwendige Berechnungen notwendig, diese zahlen sich aber üblicherweise aus. Durch den detaillierten Wärmebrückennachweis wird der pauschale Zuschlag für die Wärmebrücken im Neubaubereich deutlich reduziert. Üblicherweise wird beim Neubau ein Wärmebrückenzuschlag von 0,05 W/(m²K) angesetzt, die Wärmebrücken müssen dann allerdings entsprechend DIN 4108 Beiblatt 2 ausgeführt werden. Um diesen pauschalen Zuschlag weiter zu reduzieren (es sind meistens Zuschläge zwischen 0,02 - 0,03 W/(m²K) möglich) sind die Wärmebrücken einzeln nachzuweisen. Diese aufwendigen Nachweise werden mit Hilfe von Simulationssoftware durchgeführt.

Wärmebrücke

Sommerlicher Wärmeschutznachweis

 

Der sommerliche Wärmeschutznachweis nach DIN 4108-2 gehört zur Wärmeschutzberechnung dazu und stellt die thermische Behaglichkeit von Räumen, die zum Aufenthalt von Personen bestimmt sind, im Sommer dar. Die DIN 4108-2 lässt für den sommerlichen Wärmschutz 2 unterschiedliche Verfahren zur Nachweisführung zu:

  • Vereinfachtes Verfahren mit Sonneneintragskennwerten.
  • Dynamisch-thermische Gebäudesimulationsrechnung.

Die dynamisch-thermische Gebäudesimulation ist realitätsnaher und genauer als der vereinfachte Nachweis und stellt üblicherweise ein besseres und zuverlässigeres Ergebnis dar. Außerdem darf die dynamisch-thermische Simulationsrechnung zur Bewertung der thermischen Verhältnisse durchgeführt werden, wenn die Anwendbarkeit des vereinfachten Verfahrens ausgeschlossen ist.

Der Vorteil der dynamisch-thermischen Simulationsrechnung gegenüber dem vereinfachten Verfahren mit Sonneneintragskennwerten ist das genauere Verfahren. Durch die Simulationsrechnung kann häufig für einzelne Räume oder ganze Fassaden auf aufwendige und kostspielige äußere Sonnenschutzmaßnahmen verzichtet werden.

Die Auswahl für die Nachweisführung des sommerlichen Wärmeschutzes wird mit dem Planer abgestimmt.

 dynamisch-thermische Gebäudesimulation

Kosten für Wärmeschutznachweise

 

Die Kosten für einen öffentlich rechtlichen Nachweis nach EnEV und EEWärmeG werden nach Aufwand abgerechnet. Um einen Anhaltspunkt für die Kosten zu geben, können Sie diese der nachfolgenden Aufstellung entnehmen:

Eine Beratung durch den Energieberater ist aber in jedem Fall anzuraten, gern übernehmen wir diese Leistung für Sie.

LeistungBruttopreis
EnEV-Nachweis (Neubau 1-2 Wohneinheiten) ab 475,-- €
EnEV-Nachweis (Neubau 3-5 Wohneinheiten) ab 750,-- €
KfW-Effizienzhaus 55 Nachweis (Neubau 1-2 Wohneinheiten)

ab 1.250,-- €

Wärmebrücke (pro Wärmebrücke) 95,-- €
Wärmebrückennachweis (1 - 2 Familienhaus) ab 650,-- €
thermische Gebäudesimulation (pro Raum) ab 330,-- €